Verkehrsminister Peter Hanke von der SPÖ hat den neuen ÖBB-Rahmenplan veröffentlicht. Für das nördliche Weinviertel bringt dieser jedoch eine klare Verschlechterung: Die Planung für den selektiven zweigleisigen Ausbau der Strecke Wolkersdorf, bis Laa an der Thaya hätte bereits 2024 starten sollen, nun verschiebt sich der Planungsbeginn zumindest auf 2030. „Der vom Bund präsentierte Plan ist ein Sparprogramm zulasten unserer Region. Das nördliche Weinviertel wächst, viele Pendlerinnen und Pendler sind unterwegs und zählen auf leistungsfähige Verbindungen. Wer hier beim Bahnausbau bremst, bremst die Entwicklung unserer Gemeinden“, so der Landtagsabgeordnete Manfred Schulz.
Zwtl.: Laaer Ostbahn ist zentrale Zubringerstrecke in den Großraum Wien
Die Laaer Ostbahn ist laut Verfahrensunterlagen eine bedeutende Zubringerstrecke vom nordöstlichen Niederösterreich in den Großraum Wien. Geplant sind unter anderem zweigleisige Abschnitte bei Wolkersdorf Nord, zwischen Hautzendorf und Ladendorf sowie bei Mistelbach Nord, eine Anhebung der Geschwindigkeit auf bis zu 120 km/h, Modernisierungen von Verkehrsstationen und Maßnahmen für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen.
„Diese Verzögerung betrifft keine abstrakten Gleispläne, sondern die Lebensrealität vieler in Wolkersdorf, Ulrichskirchen-Schleinbach, Kreuttal, Kreuzstetten, Ladendorf, Mistelbach und Laa an der Thaya. Pendlerinnen und Pendler brauchen mehr Kapazität, moderne Haltestellen und bessere Fahrplanstabilität. Wir lassen nicht zu, dass der rote Verkehrsminister Hanke auf Kosten unserer Region spart und wir warten auch sicherlich nicht im Dunkeln – vom Bau dieses Projekts ist im Rahmenplan nämlich noch gar keine Rede“, so Schulz abschließend.




